Nachhaltigkeit

Während meiner Weltreise in den Jahren 2012 und 2013 bin ich an vielen Orten der Erde unmittelbar mit den Schattenseiten der Textilindustrie konfrontiert worden: massive Luftverschmutzung, katastrophale Arbeitsbedingungen, umgekippte Flüsse und vieles mehr. In dieser Zeit ereignete sich auch das Unglück von Rana Plaza: am 24. April 2013 stürzte in Bangladesh eine Textilfabrik ein und tötete 1.134 Menschen. Die schockierenden Bilder gingen um die Welt, doch die Konsequenzen blieben aus. Die großen Modelabels, die dort zu Dumpingpreisen unter menschenunwürdigen Bedingungen produzieren ließen, stahlen sich einfach aus der Verantwortung. Dennoch stellt das Unglück einen Wendepunkt in der Textilproduktion dar. Es entfachte eine weltweite Diskussion über die Arbeitsbedingungen der globalen Textilindustrie; neue Sozialstandards wurden diskutiert und eingeführt und die Frage, wer eigentlich den Preis für die billige Fast Fashion zahlt, rückt seither immer mehr in das Bewusstsein der Menschen.

Mit Rana Plaza ist das Thema Nachhaltigkeit endlich auch in der Mode angekommen. Seither sind überall auf der Welt unzählige kleine Slow Fashion Labels, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten der Textilproduktion auseinandersetzen und die Mission haben, bessere Alternativen zu bieten. Darüber informieren viele Organisationen, Vereine und Netzwerke wie z.B. Fashion Revolution über die verdorbenen Praktiken im Milliardengeschäft Mode und stellen sie an den Pranger, um die Fast Fashion Giganten zu einem Umdenken zu bewegen. Wir Verbraucher spielen dabei eine wichtige Rolle, denn mit unseren Käufen und Bestellungen üben wir jeden Tag einen entscheidenden Einfluss auf die Art und Weise aus, mit der wir unsere natürlichen Ressourcen verbrauchen.

Nach meiner Weltreise war deshalb klar, dass ich mit COLOUR STORIES einen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt leisten möchte, in dem ich versuche, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften und respektvoll mit den Menschen umzugehen, die an der Entstehung unserer Produkte beteiligt sind. Außerdem möchte ich meinen Kundinnen die natürliche Wertigkeit vermitteln, die in meinen Produkten steckt. Meiner Meinung nach reicht es nicht aus, nur mit Biostoffen zu hantieren, um sich nachhaltig nennen zu dürfen. Deshalb umfasst mein Konzept die folgenden Punkte:

 

Sortenreine Naturstoffe

Wir verwenden ausschließlich sortenreine Naturstoffe, die biologisch abbaubar, recyclingfähig und gut für die Haut sind.
In unseren Kollektionen findet ihr zum Beispiel Baumwolle, Leinen, Schurwolle oder Tencel.

 

Biostoffe

Soweit wie möglich stammen unsere Stoffe aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) bzw. kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT).
Viele unserer Stoffe sind sogar mit dem GOTS-Siegel zertifiziert. Wo das nicht möglich ist, arbeiten wir mit kleinen Familienmanufakturen zusammen, um die Lieferketten unserer Stoffe nachvollziehen zu können. Unsere zertifizierten Baumwolletiketten werden sogar in Deutschland hergestellt!

 

Kurze Transportwege

Wir achten streng auf kurze Transportwege und beziehen unserer Stoffe von Herstellern in Deutschland und Europa. Unsere Merinostoffe werden in kleinen Familienmanufakturen in den Alpen produziert, was außerdem dazu beiträgt, traditionelle Handwerksbetriebe zu erhalten.

 

Hoher Qualitätsanspruch

Wir haben höchste Ansprüche an die Qualität unserer Stoffe, die die Langlebigkeit der fertigen Kleidungsstücke garantieren. Bei der Fertigung setzen wir viel Handarbeit ein, um eine sorgfältige Verarbeitung zu garantieren. So entstehen hochwertige Produkte, die lange haltbar ist.

 

Zeitlose Designs

Ein Kleid kann nur dann nachhaltig sein, wenn es oft und über einen langen Zeitraum getragen wird.
Unsere Designs sind deshalb bewusst schlicht gehalten und können immer wieder neu kombiniert werden.

 

Zeitlose Farben

Unser Farbkonzept ist nicht auf kurzlebige Trends ausgerichtet, sondern bewusst auf die verschiedenen Farbtypen. Wer seine Farben kennt, der wird sie immer gern tragen, und das macht ein Kleidungsstück letztendlich nachhaltig.

 

99% plastikfrei

Wir vermeiden Giftstoffe auf der Haut und verzichten ganz bewusst auf Stoffe, die ganz oder teilweise Kunstfasern wie Polyester oder Elasthan enthalten. Unser Anspruch ist, zu 99% plastikfrei zu sein. Das umfasst auch unser Werbe- und Verpackungsmaterial.

 

Fertigung auf Bestellung

Jedes Kleid wird erst nach der Bestellung angefertigt. Dadurch können wir auf individuelle Wünsche eingehen und vermeiden die Überproduktion von Kleidungsstücken, die nicht abverkauft werden können.